Medizinische Informatik

Ein gemeinsamer Studiengang der Universität Heidelberg und der Hochschule Heilbronn.

Für den Studiengang Medizinische Informatik kann man sich aus vielerlei Gründen entscheiden: Wegen der erstaunten Frage “Was ist das denn?”, die man von da an immer wieder beantworten muss. Wegen abwechslungsreicher Inhalte. Wegen guter Berufsaussichten. Oder vielleicht auch, weil es sich um einen der wenigen Studiengänge handelt, die in Kooperation von einer Universität und einer Fachhochschule angeboten werden.

Auf die Frage “Was ist das denn?” kann man nüchtern antworten “Informatik mit Ausrichtung auf die Medizin.” Das aber würde die Medizinische Informatik unter Wert verkaufen. Hier treffen viele unterschiedliche Fächer aufeinander – Medizin, Informatik, Mathematik, Betriebswirtschaft und einige mehr. Von den Medizin-Informatikern wird erwartet, dass sie Probleme aus verschiedenen Sichten erkennen und verstehen können. Was dem Informatiker völlig unwichtig erscheint, kann für Mediziner von zentraler Bedeutung sein. Gefragt sind deshalb interdisziplinäre Lösungen, die allen Beteiligten helfen.Die typischen Anwendungsgebiete der Medizinischen Informatik sind breit gestreut. Sie reichen von eher administrativen Aufgaben, beispielsweise Abrechnung und Controlling, über technische Fragestellungen, wie sie bei den bildgebenden Untersuchungsverfahren auftreten, und über medizinische Themen, wie Entscheidungsunterstützung, Ausbildung und medizinische Studien.

Abwechslungsreich gestaltet sich daher das Studium. Im viersemestrigen Grundstudium stehen Grundlagenfächer im Vordergrund: Informatik, Mathematik, Medizin und verwandte Gebiete, Physik, Elektrotechnik, Chemie und Betriebswirtschaft. Das anschließende Hauptstudium erweitert und vertieft diese Kenntnisse; jetzt folgen Fächer wie Bild- und Signalverarbeitung, Biometrie und Krankenhausinformatik. Zusätzlich aber auch einer von sechs Studienschwerpunkten, in denen man eigene Neigungen vertiefen kann. Den Abschluss bildet die Diplomarbeit, die an der Hochschule oder aber in einer Firma geschrieben wird.Die fachliche Breite sorgt nach dem Studium für interessante Berufsperspektiven. Viele der Absolventen bleiben im Gesundheitswesen tätig; dort arbeiten sie zum Beispiel in der Entwicklung und dem Vertrieb von Systemen für Krankenhäuser und Arztpraxen. Ein ebenso großer Teil der Absolventen hat sich für einen Beruf außerhalb des Gesundheitswesens entschieden. Das zeigt, dass die vermittelten Fähigkeiten in jedem Fall auch für die “klassische” Industrie interessant sind.

Eine Besonderheit des von der Universität Heidelberg und der Fachhochschule Heilbronn angebotenen Studiengangs liegt in dem einzigartigen Kooperationsmodell. Es vereint seit über 30 Jahren die Vorteile beider Hochschulen: den wissenschaftliche Anspruch der Universität mit dem praxisnahen, persönlichen Umfeld der Fachhochschule. Die Anonymität üblicher Massenvorlesungen gibt es hier dank kleiner Gruppen nicht. Am Ende der Ausbildung, die zunächst in Heilbronn und anschließend in Heidelberg stattfindet, steht ein vollwertiges Universitätsdiplom mit der Möglichkeit zur Promotion.

Weitere Informationen:
Internet: www.mi.uni-heidelberg.de
e-Mail: studiengang-mi@fh-heilbronn.de

Studienberatung:
Prof. Dr. Martin Haag
e-Mail: martin.haag@fh-heilbronn.de
Telefon: 07131-504-497